Satisfaction

Manchmal passiert es ganz ohne großes Trara & Paukenschlag. Ohne große Arbeit & Aufwendung, manchmal ist sie ganz plötzlich und einfach da- die Zufriedenheit. Still & leise schleicht sie sich ein & dann sitzt man da & denkt sich ‚Es ist gut so wie es ist!‘ Ich bin glücklich, sehr sogar. Ich bin zufrieden mit den Dingen wie sie laufen & kann ganz gut über die kleinen ärgerlichen Momente im Alltag & bei der Arbeit hinweg lächeln. Mir macht das Leben gerade unfassbar Spaß & inspiriert mich für so einiges.

Ich freue mich unfassbar auf den Sommer, die Urlaube die geplant sind & auch die Momente die gerade stattfinden. Das wundervolle Frühlingswetter, die tollen Menschen um mich herum & die kleinen feinen Zuckerstückchen die der Tag so mit sich bringt. Und dann sitzt man da, mit seinen Freunden & einem Pre Birthday Kid Freitag Abend beim Lieblingsitaliener, trinkt seinen Aperol Spritz & lacht bis die Bauchmuskeln schmerzen. Aber man merkt schnell, die eine Freundin am Tisch hat so gar nichts von dieser Zufriedenheit. Sie analysiert den ganzen Abend das komplette Restaurant & gibt spitze, gemeine Kommentare zu einzelnen Personen ab.

Die etwas fülligere Dame am Nebentisch ist ’super zuviel‘ ihrer Meinung nach, da sie sich schön & bunt angezogen hat und Make Up liebt. Die Männergruppe hinter uns ist ‚total seltsam‘, da sie anscheinend immer zusammen auf die Toilette verschwinden. Und diese Kommentare kommen immer aus dem Nichts, ohne Zusammenhang. Der Rest am Tisch schaut sich verwirrt an, denn wir haben davon überhaupt nichts wahrgenommen. Wir sind mit unseren Gesprächen & uns beschäftigt, achten auf niemanden (außer den Kellner, der uns super freundlich die Getränke nachfüllt).

An diesem Abend fühle ich mich unwohl. Alles wird genau beobachtet, alles kommentiert & zu 99% negativ. Warum genau nimmt man das Leben so schwer? Warum beschäftigt man sich mehr mit anderen als mit sich selbst. Ich würde sie gerne schütteln & sie fragen was das soll. In den Momenten selbst bin ich aber sprachlos & erstaunt, wie man so verbittert in jungen Jahren schon sein kann. Ich fühle mich zurückversetzt in die anstrengende Teenie Zeit, in der man seine eigene Selbstunsicherheit damit überspielt hat, andere schlecht zu machen. Und im Endeffekt bringt das ganze Kino gar nichts außer Falten.

Ich liege danach im Bett & bin wieder glücklich. Darüber das ich das Leben positiv sehe, selbst wenn mal schlechte Zeiten anstehen. Ich bin froh über die glücklichen Menschen in meinem Umfeld. Und bin froh, mich nicht über etwas stellen zu müssen, um mich besser zu fühlen. Ich nehme mir wieder vor, mehr Komplimente zu verteilen & rede mir ein so ein wenig gegen die schlechten & bösen Energien des Abends ankämpfen zu können.

Liebt doch einfach Euch & das Leben.

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